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23.03.2017
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Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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NEWS
Donnerstag, 2005-12-01

Ali vs. Sandell

Vater Muhammad Ali in Berlin am Ring


Muhammad Ali und seine Tochter Laila
Ausgerechnet aus Schweden, dem Land, das Profiboxen per Gesetz verbietet, kommt die nächste Gegnerin von Weltmeisterin Laila Ali.
Hinter dem Kampfnamen "Swedish Sensation" verbirgt sich die 38 Jahre alte Åsa Maria Sandell aus Malmö, die früher als Kultur-Redakteurin für die Zeitschrift "Helsingborgs Dagblad" arbeitete.
Doch der schöngeistige Nebenjob der Amateur-Europameisterin täuscht - seit Mai letzten Jahres verdient Sandell ihre Brötchen nur noch boxend. Ganze 5 Kämpfe hat sie seit ihrem Umzug nach Amerika absolviert. Nach drei Siegen (2 K.O.) und einem Unentschieden verlor sie zuletzt gegen die US-Amerikanerin Laura Ramsey nach Punkten.
Diese Scharte will sie bei ihrem ersten Europaeinsatz als Box-Profi am 17.
Dezember in Berlin auswetzen. "Laila Ali ist meine Traumgegnerin. Mein erster Gedanke war: Gott, was für eine großartige Gelegenheit! Wir sind beide technisch versierte Boxerinnen, und wenn ich alles gebe, kann ich Sie schlagen." Ein Sieg über die Tochter von Muhammad Ali würde Sandell zum zweiten schwedischen Box-Champion seit dem Schwergewichtler Ingemar Johansson machen. Allerdings ist die Amerikanerin in der deutschen Hauptstadt klar favorisiert – die Weltmeisterin kommt mit der makellosen Bilanz von 21 Siegen in 21 Kämpfen (18 K.O.) nach Berlin.

Åsa Maria Sandell und Anzhelika Torska
Ursprünglich sollte Laila Ali in der Max-Schmeling-Halle auf die Ukrainerin Anzhelika Torska treffen. Doch die 28 Jahre alte Rechtsauslegerin musste nach einer Ellbogenverletzung passen.
Laila Ali wird in Berlin direkt vor dem WM-Kampf im Schwergewicht zwischen Champion John Ruiz (USA) und dem "Russischen Riesen Nikolai Valuev antreten (22.10 Uhr, live im Ersten). Bei beiden Kämpfen wird ihr Vater Muhammad Ali am Ring sitzen, der am gleichen Abend in Berlin als erster Sportler die Otto-Hahn-Friedensmedaille der Vereinten Nationen erhält.