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Freitag, 2002-09-06

Ali-Neffe in Deutschland?

Ibn Ali will offenbar in Deutschland boxen

Nach einem Bericht der Deutschen Presse Agentur aus Hamburg soll Ibn Ali, der Neffe von Muhammad Ali, noch in diesem Jahr in Deutschland boxen. Der 23 Jahre alte Leichtschwergewichtler lebt und trainiert in der Geburtsstadt des größten Boxers aller Zeiten, in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky.
Der Gegner für einen solchen Kampf soll von der Universum Box-Promotion aus Hamburg kommen. Dabei soll der legendäre Onkel Glück bringen und mitkommen. "Wir wollen mit Ibn unbedingt in Deutschland boxen, so wie Ali 1966 in Frankfurt gegen Karl Mildenberger und 1976 in München gegen Richard Dunn. Und Ali hat zugesagt, wenn wir nach Deutschland fliegen, kommt er mit, um Ibn am Ring die Daumen zu drücken", erklärte Howard Gosser, der Manager von Ibn Ali und sagte weiter: "Ibn wird den Ali-Triumphzug fortsetzen und eines Tages auch Weltmeister im Schwergewicht sein."
Dies dürfte sich allerdings leidlich schwierig gestalten. Zwar soll Ibn Ali vom Auftreten, Aussehen und Boxstil seinem berühmten Onkel sehr ähneln, doch von seinen bisherigen Erfolgen her mutet das Ziel, Weltmeister zu werden, eher utopisch an. Denn der Boxer mit dem großen Namen konnte nur zwei seiner insgesamt vier Profikämpfe für sich entscheiden. Schon sein erster Kampf im Juni dieses Jahres endete in einem Desaster: Gegen den Profidebütanten Scott Dixon erreichte Ibn Ali bei seinem ersten Ringauftritt nur ein schmeichelhaftes Unentschieden nach vier Runden. Seinen letzten Kampf verlor Ali am 2. August in Detroit im US-Bundesstaat Michigan gegen Daryll Cunnigham, der erstmals als Profi boxte, über vier Runden nach Punkten.
Dass der Name trotz des Erreichens des WM-Titels für Ali-Tochter Laila vor wenigen Wochen keineswegs eine Erfolgsgarantie ist, zeigte sich auch beim Vater von Ibn, Rahman Ali. Dieser versuchte sich wie sein Bruder Muhammad als Schwergewichtsboxer, beendete aber 1972 nach zwei Niederlagen in Folge seine Karriere, ohne je einen WM-Kampf bestritten zu haben.
Trainiert wird Ibn Ali vom früheren Weltmeister im Schwergewicht, Jimmy Ellis, der übrigens am 26. Juli 1971 gegen den "Größten" durch technischen K.o. nach zwölf Runden verlor. Es war damals Alis erster Kampf nach seiner ersten Niederlage in seiner Karriere. Wenige Monate zuvor hatte er gegen Joe Frazier die Weltmeisterschaft der WBA und WBC im Madison Square Garden in New York über 15 Runden einstimmig nach Punkten verloren.