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Mittwoch, 2002-10-23

Ali adelt Lewis

Muhammad Ali macht Lennox Lewis zu seinem Nachfolger

Boxlegende Muhammad Ali übergab symbolisch seinen Ehrennamen "The Greatest" anlässlich einer Wohltätigkeitsveranstaltung zu Gunsten der Parkinson-Gesellschaft Kanadas voller Respekt an einen seiner Nachfolger, den WBC-Weltmeister im Schwergewicht Lennox Lewis. "Ich bin hier, weil ich der Größte war. Jetzt bin ich nicht mehr länger der Größte. Er ist der Größte, er ist der Champion", sagte Ali vor 25.000 jubelnden Zuschauern im Sky Dome von Toronto und deutete dabei auf Lewis, der ebenfalls bei der Veranstaltung weilte.
Das begeisterte Publikum skandierte beim Auftritt des 60-Jährigen früheren Weltmeisters minutenlang "Ali! Ali! Ali!", wie zu seinen besten Zeiten bei seinen Boxkämpfen und entrollte ein riesiges Ali-Banner. Nichts verlernt hatte der Champion von seinem Gespühr für große Auftritte als er ein paar Schläge vor Lewis antäuschte. Immer wieder ließ er seine großen geistigen Fähigkeiten aufblitzen. Wobei man jedoch seinem Körper die Spuren der Parkinsonschen Krankheit, an der Ali seit fast 20 Jahren leidet, ansah.
An der Veranstaltung nahmen auch die früheren Weltmeister im Schwergewicht Larry Holmes und Evander Holyfield teil, um Ali bei der Sammlung zu Gunsten der Parkinson-Gesellschaft zu unterstützen. Drei kanadische TV-Sender zeigten Kämpfe, Interviews und Dokumentationen, begleitend zum Spendenmarathon im Fernsehen.
Ali: Krankheit große Prüfung
Reportern erzählte der müde wirkende Ali, dass er glaube, dass seine Krankheit Gottes Weg wäre, ihn zu prüfen. "Gott hat Wege, Menschen zu testen und er kann dich nach unten ziehen. Und wenn du unten bist, hörst du nicht auf zu beten. Es ist eine große Prüfung."
"Man muss ständig seine Medizin einnehmen und darf nicht aufgeben. Manchmal gebe ich auf, wenn ich denke, dass ich dieses Zeug nicht benötige. Dann ist es sehr schwierig zu gehen und zu sprechen", berichtete Ali weiter.
Nach kurzer Zeit der Besinnung war der größte Boxer aller Zeiten jedoch wieder ganz der Alte und zu Scherzen aufgelegt, als er den Reportern erklärte, dass der Kampf gegen die Krankheit nicht sein größter Kampf im Leben sei. "Den härtesten Kampf, den ich jemals ausgetragen habe, war gegen meine erste Frau", sagte Ali mit einem Grinsen im Gesicht.