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Montag, 2009-01-26

Alex Abraham boxt in Riesa

EE-EU-Champion will weiter aus dem Schatten seines Bruders heraus

Am 24. Januar ist es so weit. Im Kampf um den EE-EU-Titel, der sogenannten Osteuropameisterschaft, trifft Halb-Mittelgewichtler Alexander Abraham auf den 21-jährigen Serben Nikola Stevanovic. Der 27-Jährige hatte den Gürtel am 25. Oktober in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg gegen den Ukrainer Roman Dzuman erobert. Jetzt will er in der erdgas arena in Riesa - dort steigt am gleichen Abend auch Cruisergewichts-Europameister Marco Huck in den Ring - zeigen, dass er ein würdiger Champion ist.

Alexander Abraham eroberte im Oktober die Osteuropameisterschaft

Eine erfolgreiche Titelverteidigung wäre für ihn ein weiterer Schritt nach vorne. Denn lange Zeit stand er aus boxerischer Sicht eher im Schatten seines eineinhalb Jahre älteren Bruders, dem IBF-Mittelgewichts-Weltmeister Arthur Abraham. Ihn selbst störte das wenig. "Das Gegenteil ist der Fall. Ich freue mich für Arthur, dass alles so gut geklappt hat. Wir leben zusammen und wir verstehen uns großartig. Wir versuchen ständig, uns gegenseitig zu helfen und unterstützen uns."

Doch gerade der Gewinn des ersten Titels brachte dem EE-EU-Champion auch neues Selbstbewusstsein ein. "Eine Meisterschaft zu gewinnen, ist ein schönes Gefühl. Wenn man den Gürtel in der Hand hält, merkt man, dass sich das harte Training in den ganzen Jahren gelohnt hat. Darüber hinaus habe ich gemerkt, dass ich doch eine ganze Menge Fans habe. Vorher drehte sich viel um meinen Bruder. Da tat die Bestätigung auch mal ganz gut", erzählt Alexander Abraham.

Freut sich über die Bestätigung durch die Boxfans: Alexander Abraham

Der "Osteuropatitel" soll für den Halb-Mittelgewichtler nur eine Durchgangsstation sein. "Der Kampf gegen Roman Dzuman war ein guter Test. Zum ersten Mal in meiner Profilaufbahn musste ich mich auf einen Kampf über zwölf Runden einstellen. Zwar ging es nicht über die volle Distanz, doch ich habe in der Vorbereitung und bei dem Sieg viele neue Erfahrungen gesammelt. Diese Dinge helfen mir, um später einen WM-Titel ins Visier zu nehmen", fährt er fort.

Um sich jedoch in Tuchfühlung für einen WM-Fight zu bringen und Einzug in die Top-15 der Weltranglisten zu halten, muss Abraham zunächst einmal seine Titelverteidigung am 24. Januar erfolgreich meistern. Mit Nikola Stevanovic bekommt er dabei keinen leichten Gegner vor die Fäuste. Denn der Herausforderer aus Belgrad erkämpfe bereits die IBF-Junioren-WM im Halb-Mittel- und Mittelgewicht. Seine Bilanz weist 16 Siege und ein Unentschieden aus 17 Profifights aus.

Freut sich auf die Rückkehr nach Riesa: Alexander Abraham (Fotos: SE)

"Ein guter Mann", sagt Abraham. "Ich habe mir einen Kampf von ihm auf Video angesehen. Er kann boxen, fighten und ist in der Lage, aus dem Weg zu gehen. Dazu zeigt er ein hohes Tempo." Doch bange sei ihm nicht. "In Riesa habe ich im November 2003 mein Profidebüt bestritten. Alles lief sehr gut, ich gewann gegen Petr Rykala durch K.o. in der zweiten Runde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich ausgerechnet in der Stadt, in der alles so gut begann, eine Niederlage kassiere."