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27.05.2017
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Dienstag, 2004-05-25

Akova Deutscher Meister

Serdar Akova gewinnt die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht

Der Berliner Serdar Akova sicherte sich am Samstagabend die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht. Vor 1.000 Zuschauern setzte sich der 27-Jährige gegen Andre Mewis klar nach Punkten (100:90, 100:90 und 99:91) durch. Schon in der Anfangsphase brachte Akova seinen Konkurrenten aus Berlin mit schnellen Links-Rechts-Kombinationen in Bedrängnis. Immer wieder stellte er Mewis an den Seilen und in den Ringecken, um ihn mit linken und rechten Haken zum Kopf und Körper zu attackieren. Im sechsten Durchgang wurde der 32-jährige Mewis stärker und brachte zweimal seine rechte Gerade durch die Deckung seines Gegners hindurch wirkungsvoll ins Ziel. Doch auch in der Folge war es wieder Serdar Akova (jetzt 8-0-2), der das Kampfgeschehen mit seinen schnellen Händen an sich riss und die höhere Schlagfrequenz zeigte.
Durch einen technischen K.o.-Sieg in der zehnten Runde sicherte sich Isidore Janvier den WM-Titel des eher unbedeutenden World Boxing Boards im Super-Mittelgewicht. Lange Zeit hatte es für den in Düsseldorf lebenden Athleten gegen den Berliner Ali Yildirim (33) nach einer Niederlage ausgesehen. Denn nach verhaltenem Beginn war es zunächst der in der Türkei geborene Yildirim, der aktiver war und Druck auf seinen Widersacher ausübte. Ab dem siebten Durchgang kam der 33-jährige Janvier stärker auf. Mit seiner Rechten störte der gebürtige Kameruner wirkungsvoll die Offensivbemühungen seines Gegners. In der Folge bereitete der Schützling von Trainer Detlef Loritz seine Aktionen besser mit der linken Führhand vor und kam weiter mit der rechten Geraden zu Treffern. In der zehnten Runde stellte Janvier seinen Kontrahenten immer wieder an den Seilen, so dass Ringrichter Heinrich Mühmert Yildirim zunächst zweimal anzählte und den Fight später nach 2:19 Minuten zu Gunsten von Janvier abbrach.
Ebenfalls von Erfolg gekrönt war der Auftritt von Halb-Mittelgewichtler Alexander Abraham. Der 22-Jährige gewann seinen auf sechs Runden angesetzten Kampf gegen den Tschechen Majo Kvocka durch technischen K.o. in der zweiten Runde. Hierbei war Abraham von Beginn an der aggressivere Mann im Ring und präsentierte schon im ersten Durchgang mit harten linken und rechten Haken auf den Körper des Tschechen seine Gefährlichkeit. In der zweiten Runde traf Abraham, der in der Ringecke von Erfolgscoach Ulli Wegner und Walter Knieps betreut wurde, seinen Konkurrenten dann mit einem rechten Haken am Kopf so schwer, dass die Ringecke Kvockas nach 2 Minuten und 16 Sekunden die Aufgabe signalisierte. Alexander Abraham erzielte somit den sechsten Sieg im sechsten Profikampf.
Eine starke Leistung bot auch Halb-Mittelgewichtler Alexander Sipos (jetzt 5-0). Gegen den Tschechen Vladimir Fecko kam der in Wolfratshausen geborene Athlet zu einem technischen K.o.-Erfolg nach 2 Minuten und 44 Sekunden der dritten Runde. Gegen den schnellen, in der Rechtsauslage boxenden Widersacher musste der Schützling von Trainer Ulli Wegner aber sehr konzentriert zu Werke gehen. Denn Fecko war in der Anfangsphase brandgefährlich. Ab der zweiten Runde bestimmte Sipos das Ringgefecht aber deutlich. Er bereitete seine Aktionen mit der linken Führhand vor und überraschte seinen Kontrahenten häufig mit schnellen Schlagkombinationen. Im dritten Durchgang hatte der Tscheche dem hohen Tempo von Sipos nichts mehr entgegen zu setzen. Der Münchner brachte immer wieder seine harte Rechte gegen den inzwischen angeschlagen wirkenden Fecko ins Ziel, bis dessen Coach mit dem Wurf des Handtuchs die Aufgabe signalisierte.
Außerdem stieg am Samstagabend der Berliner Schwergewichtler Gene Pukall in den Ring. Der 29-Jährige bezwang seinen Kontrahenten Michael Reichert (Berlin) durch technischen K.o. in der ersten Runde. Der Internationale Deutsche Meister im Leichtgewicht Muzaffer Tosun (28) behielt in einem interessanten Fight gegen den an Reichweite überlegenen Nigerianer Alex Ruud über sechs Runden einstimmig nach Punkten die Oberhand. Halb-Weltergewichtler Julio "Uto" Cajombo aus Dinslaken unterlag dem Berliner Nico Salzmann, bisher bekannt unter dem Namen Nijaz Salcic, einstimmig nach Punkten. Der 30-jährige Koblenzer Omid Nosrati landete im Halb-Weltergewicht einen K.o.-Erfolg in der zweiten Runde gegen den tschechischen Profidebütanten Ladislaw Martinek.