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Der Kampf um die WBO-WM im Cruisergewicht in der Zusammenfassung
Abraham reist in die USA

Das Team mit King Arthur bei der Abreise (Foto: Photo Wende)
Boxkommission gibt nach - Sauerland: "Erste Runde schon gewonnen"
Arthur Abraham ist auf dem Weg in die USA! Nachdem die kalifornische Box-Kommission von ihren Plänen abgesehen hat, beim Super-Six-Halbfinale einen lokalen Ringrichter einzusetzen, hat der 31-Jährige zusammen mit Trainer Ulli Wegner am Sonntagmorgen um 06.05 Uhr von Berlin-Tegel aus die lange Reise nach Kalifornien angetreten. Am 14. Mai trifft er im Home Depot Center in Los Angeles auf WBA-Super-Mittelgewichts-Champion Andre Ward.
Entgegen aller vertraglichen Vereinbarungen, die ganz klar besagen, dass der Ringrichter weder aus den USA noch aus Europa kommen darf, hatte die Kommission einen Kalifornier für den Showdown am Pazifik eingeteilt. Die Drohung von Hall of Famer Wilfried Sauerland, King Arthur nicht eher abreisen zu lassen, ehe der Disput geklärt ist, hat sich ausgezahlt. In der Nacht zu Samstag erhielt das Sauerland-Team die Bestätigung, dass Luis Pabon aus Puerto Rico den Kampf leiten wird. "Die erste Runde haben wir bereits gewonnen, ohne das Land zu verlassen", so Wilfried Sauerland. "Allerdings hätte ich uns das Hin und Her der vergangenen Tage gerne erspart. Das Verhalten der kalifornischen Kommission ist mir nach wie vor unerklärlich. Wie kann man vertraglich zusichern, einen neutralen Referee zu bestellen, nur um uns dann einen Kalifornier auf der offiziellen Nominierungsliste zu präsentieren? Jedenfalls freuen wir uns, dass man in Kalifornien zu Verstand gekommen ist und sich auch an vertragliche Abmachungen hält. Jetzt steht dem Halbfinale nichts mehr im Wege."
Über die Gründe für das dubiose Verhalten der kalifornischen Kommission und Ward-Promoter Dan Goossen kann Sauerland nur spekulieren. "Vor dem Ward-Kessler-Kampf im November 2009 war es genau das gleiche. Vertraglich war ein neutraler Ringrichter zugesichert, doch die Kommission hat kurzerhand einfach einen Kalifornier eingeteilt. Der hat dann eine katastrophale Leistung gezeigt und nichts gegen die zahlreichen Kopfstöße unternommen, mit denen Ward damals Kessler übel zugerichtet hat. Wir haben daraus die Lehren gezogen."
Abraham sind die ganzen Hintergrundgeräusche herzlich egal. "Ich kämpfe im Ring, meine Manager Wilfried und Kalle Sauerland hinter den Kulissen. Ich freue mich, dass alles geklärt ist und danke den beiden für ihre Mühen. Ich freue mich auf die zwei Wochen in Amerika. Viele sehen Ward als Favoriten, aber auch ich galt nach dem Turnierauftakt lange als Top-Anwärter auf den Sieg. Ich sage nur eins: Im Boxen ist alles möglich - besonders, wenn man ordentlich Dampf in den Fäusten hat."
Tickets für den nächsten Kampf von Arthur Abraham (am 14. Mai gegen Andre Ward) sind im Internet bei www.ticketmaster.com erhältlich.
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