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Sonntag, 2009-04-26

67. Geburtstag von Ulli Wegner

Erfolgstrainer Ulli Wegner feiert heute Geburtstag (Foto: fb)

"Je oller, desto doller" - Erfolgscoach Ulli Wegner wird 67 Jahre alt

"Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an… mit 66 ist noch lange nicht Schluss", heißt es in einem Hit von Schlagersänger Udo Jürgens aus dem Jahr 1977. Für Ulli Wegner ist der Songtext Programm. Viele sind in diesem Alter schon in Rente. Und andere denken gar nicht daran, weil sie noch so viel vorhaben. "Je oller, desto doller" heißt es da in einem alten deutschen Sprichwort. Und genau das ist es, was wohl auch auf Ulli Wegner zutrifft. Denn der Erfolgstrainer des Sauerland-Teams wird heute 67 Jahre alt. Ans Aufhören denkt er allerdings noch lange nicht.

Das Erfolgsgeheimnis Wegners ist einfach. "Ich habe immer das Bestreben, etwas Besonderes zu leisten. Ich will erfolgreich sein. Die Sportler, die bei mir trainieren, sollen die besten sein. Ich betreibe einen sehr großen Aufwand, um die geplanten Ziele zu erreichen - bin ein Workaholic", sagt der Jubilar über sich. Eine kleine Feier steht auch auf dem Programm. Am Nachmittag, nachdem er mit "seinen Jungs" trainiert hat, wird er seinen Ehrentag mit seiner Frau Margret, ein paar Freunden und seinen Schützlingen in einem Restaurant in Berlin-Tegel begehen.

 

Zu seinen Boxern hat der Coach noch immer ein besonderes Verhältnis - es ist eine Mischung aus Trainer, Vater, Lehrer und Diktator. "Ohne Autorität geht gar nichts", weiß er, "schon gar nicht in diesem Sport. Aber Vertrauen ist genauso wichtig." Oft hat er junge Athleten in die Weltspitze geführt. "Jedes Wort von ihm ist für mich Motivation pur", schwärmt zum Beispiel Karo Murat. Und IBF-Champion Arthur Abraham sagt: "Herr Wegner ist ein ganz besonderer Mensch." "Einer, der immer die richtigen Worte findet", ergänzt Cruisergewichts-Europameister Marco Huck.

Wegner ist jemand, der von Kindesbeinen an für den Sport lebte. "Da mir der Boxsport immer viel Freude bereitet hat, war der Trainerjob ein echter Glücksfall für mich. Ich habe mich von Beginn an in meine Tätigkeit reingekniet. Wichtig ist aber auch, dass man nicht stehen bleibt in dem, was man tut - egal wie alt man ist." Doch Menschen, die Siege feiern, haben auch Ängste auszustehen. "Deshalb sind Niederlagen die schlimmste Sache der Welt für mich", gibt Ulli Wegner zu.

Als Boxer bestritt er selbst 176 Amateurkämpfe und wurde im Jahr 1971 in Gera Boxtrainer. "Dabei half mir neben meiner Disziplin besonders die Systematik, die ich in der DDR erlernt hatte." Der Mauerfall 1989 brachte jedoch gravierende Veränderungen - Ulli Wegner erging es so wie den meisten Ostdeutschen in einer Zeit, die von Unsicherheit und Existenzängsten geprägt war. Nur ein verschwindend geringer Bruchteil der DDR-Trainer wurde in das gesamtdeutsche System übernommen.

Wegner war einer von ihnen. Da sich Sven Ottke zeitnah zu einer Zusammenarbeit mit ihm entschloss, verlief der weitere Werdegang schnell in geordneten Bahnen. Ottke, den Wegner im Olympiastützpunkt Berlin betreute, wurde 1991 und 1995 Europameister. In Atlanta folgten Olympiamedaillen für Oktay Urkal und Thomas Ulrich. Nach den Olympischen Sommerspielen 1996 wechselte der gelernte Traktorenschlosser als Trainer zu den Profis ins Team von Manager Wilfried Sauerland.

Die ersten Erfolge bei den Berufsboxern gab es mit Sven Ottke: Das "Phantom" gewann zunächst den IBF- und später auch den WBA-Weltmeistertitel im Super-Mittelgewicht. Auch Markus Beyer führte Wegner zu WM-Ehren. Im Dezember 2005 kam mit King Arthur Abraham, der sich den IBF-Thron im Mittelgewicht in Leipzig gegen Kingsley Ikeke sicherte, ein weiterer Weltmeister hinzu. Im März dieses Jahres führte er die Norwegerin Cecilia Braekhus dann gleich zu zwei WM-Gürteln.

Mit dem Europameister im Cruisergewicht Marco Huck, der am 9. Mai in Bamberg zur Titelverteidigung gegen Vitaliy Rusal in den Ring steigt, Karo Murat (Europameister im Super-Mittelgewicht), dem IBF-Junioren-Weltmeister Dominik Britsch (Mittelgewicht), EE-EU-Champion Alexander Abraham (Halb-Mittelgewicht), EU-Titelträger Francesco Pianeta (Schwergewicht), den Cruisergewichtlern Alexander Frenkel und Yoan Pablo Hernandez, Robert Helenius (Schwergewicht) und dem Dänen Mads Larsen hat Wegner weitere heiße Eisen im Feuer.

Alle Mitglieder des Teams - angefangen bei Assistenz-Trainer Georg Bramowski und Physiotherapeut Ralf Lewandowski, über die Sportler bis hin zur Geschäftsführung von Sauerland Event und Manager Wilfried Sauerland - wünschen dem Cheftrainer des Berliner Max-Schmeling-Gyms für die Zukunft Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit.