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Sonntag, 2009-06-28

30. Sieg für King Arthur

Mahir Oral unterlag Arthur Abraham vorzeitig (Bilder: SE u. Mausolf)

IBF-Champion mit spektakulärer Titelverteidigung

Der IBF-Weltmeister im Mittelgewicht King Arthur Abraham ist einfach nicht zu stoppen! Der 29-Jährige bezwang am Samstagabend den tapfer kämpfenden Herausforderer Mahir Oral durch technischen K.o. nach einer Minute und 23 Sekunden der zehnten Runde. Damit verbuchte er in der Berliner Max-Schmeling-Halle den 30. Sieg im 30. Profifight für sich. Schon zum 24-mal gewann der Schützling von Trainer Ulli Wegner dabei vorzeitig.

 

Dass sich Mahir Oral bei seiner ersten Titelchance eine Menge vorgenommen hatte, war in den ersten Runden deutlich sichtbar. Vor 6.000 Zuschauern nutzte er seine Reichweitenvorteile und setzte den IBF-Champion mit der Führhand unter Druck. Dem Titelverteidiger gelang in den ersten drei Runden noch recht wenig, da ihn der 29-jährige Herausforderer auf Distanz hielt und einige Angriffe des Weltmeisters mit der Rechten konterte. 

"Ich bin einfach ein Spätstarter. Es dauert oft ein bisschen länger, bis ich so richtig in den Kampf komme. Deshalb habe ich den Gegner erst einmal kommen lassen. Das war eine große Chance für Mahir Oral, die er auf jeden Fall nutzen wollte. Doch ich habe dann mein Bestes gegeben und die richtigen Antworten parat gehabt", beurteilte Abraham die Anfangsphase hinterher.

 

Und ab dem vierten Durchgang drehte der Champion so richtig auf. Mit seiner Führhand erzeugte er mehr Druck und schickte seinen Widersacher schließlich mit einer Schlagserie gefolgt von einer Rechten zum Kinn zu Boden. "Arthur kann hauen, wie ein Pferd", schilderte Oral die Situation. "Ich habe versucht, stehen zu bleiben. Doch dann habe ich nur noch Sterne gesehen. Aber ich wollte die vielen Fans, die aus Hamburg mitgereist waren, nicht enttäuschen und habe mich wieder aufgerappelt."

Mit Glück und Geschick rettete sich der Herausforderer in die Rundenpause. Im fünften Durchgang musste er erneut in den Ringstaub. Referee Earl Brown zählte ihn aber trotz Schlagwirkung nicht an. Dennoch war deutlich an den harten rechten Händen und Schlagkombinationen erkennbar, dass Abraham jetzt so richtig auf Betriebstemperatur gekommen war. Das zeigte sich auch in der sechsten Runde, als der IBF-Champion mit einem rechten Haken zum Kopf den nächsten Niederschlag für sich verbuchte.

 

"Was Mahir Oral in dem Kampf weggesteckt hat, das war schon enorm und hat das Publikum sehr beeindruckt", lobte auch Abraham-Coach Ulli Wegner die Nehmerqualitäten. "Dennoch, unsere Strategie ist aufgegangen. Wir haben den Gegner zunächst kommen lassen und dann unsere Chancen genutzt." 

Nachdem Abraham in der siebten Runde eine kurze Verschnaufpause eingelegt hatte, setzte er seinem Kontrahenten im achten Durchgang mit seiner rechten Schlaghand wieder kräftig zu. In der zehnten Runde war der Titelverteidiger dann nicht mehr zu halten. Gleich dreimal - zweimal traf er dabei mit der Linken zum Körper - schickte er seinen Kontrahenten in den Ringstaub, ehe Oral-Coach Hans-Jürgen Witte ein Einsehen hatte und durch das Werfen des Handtuchs die Aufgabe signalisierte.

 

Dass Arthur Abraham zukünftig weiter im Mittelgewicht in den Ring steigen wird, scheint eher unwahrscheinlich. Der IBF-Champion selbst bestätigte, dass er sich einen Gewichtsklassenwechsel gut vorstellen könne. "Ich würde gerne ins Super-Mittelgewicht gehen. Da warten interessante Gegner auf mich. Außerdem kann ich dann vor den Kämpfen endlich wieder mehr Bratkartoffeln essen", scherzte King Arthur.