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Mittwoch, 2002-12-11

14.12. Holyfield vs. Byrd

In Atlantic City geht es um den vakanten Titel der IBF im Schwergewicht

Nur eine Woche nach dem WBO-Weltmeisterschaftskampf im Schwergewicht zwischen Wladimir Klitschko und Jameel McCline findet das nächste große Duell in der Königsklasse statt. Beim Kampf um den vakanten Titel der IBF, einer der bedeutendsten Weltverbände, stehen sich in Atlantic City, USA, der mittlerweile 40 Jahre alte Ex-Champion Evander Holyfield aus den USA und sein acht Jahre jüngerer Kontrahent und Landsmann Chris Byrd im Ring gegenüber.
Dabei ist dieser keineswegs der Wunschkandidat für Holyfield, der fünf Millionen US-Dollar für den Kampf bekommt: "Er ist keiner, gegen den ich boxen wollte, da es kein interessanter Kampf ist. Seine Fähigkeiten unterscheiden sich nicht von denen anderer Boxer. Er ist einer derjenigen, die damit Erfolg haben, nicht getroffen zu werden. Er ist ein Defensiv-Boxer und wenn man boxt, um nicht getroffen zu werden, macht ihn das zu einem Typen, der nur mit begrenzten Mitteln boxt", sagte Holyfield.
Dem gegenüber glaubt die Nummer eins der IBF-Weltrangliste, dass ein spannender Kampf naht. "Er hat versucht, sich ein wenig vor mir zu drücken, aber er hat gesagtvergiss es, ich werde gegen ihn kämpfen ", sagte Byrd, der bei dem Duell drei Millionen einstreichen darf. "Mit seiner Erfahrung könnte es ein interessanter Kampf werden."
Ziel vor Augen: Weltmeister aller Verbände
Das große Ziel des von Don Turner trainierten Holyfield ist es, noch einmal unumstrittener Weltmeister im Schwergewicht zu werden. Damit meint Holyfield die Vereinigung der Titel der Weltverbände IBF, WBA und WBC. Wladimir Klitschkos Verband WBO spielt dabei in den Überlegungen des Amerikaners keine Rolle, da er der unbedeutendste von den vieren ist.

"Ganz egal welchen Stil meine Gegner boxen, mein Ziel ist es, der unumstrittene Weltmeister zu werden. Es gibt keinen Grund, Boxern auszuweichen. Das ist nicht meine Art. Meine Art ist es, gegen die besten Boxer zu kämpfen", erklärte Holyfield.
Byrd war der offizielle Herausforderer beim Verband IBF, als Lewis noch Weltmeister war. Dass dieser lieber seinen Gürtel niederlegte, als gegen ihn zu boxen, stürzte den Boxer aus Flint im US-Bundessaat Michigan fast in Depressionen: "Es hat mir beinahe Tränen in meine Augen gebracht. Wahre Champions kämpfen, um ihre Gürtel zu behalten."

Die Strategie für Holyfield in dem Kampf ist es, sich nicht provozieren zu lassen, Druck zu machen, und nicht krampfhaft zu versuchen, Byrd auszuknocken. Holyfield will seinem Gegner nicht die Gelegenheit geben, ihn zu verletzen.

Der Sieger des Duells um den IBF-Titel soll nach dem Willen des Promoters Don King gegen den Sieger im Kampf um den WBA-Titel im März zwischen dem Halbschwergewichtsweltmeister Roy Jones und dem Champion John Ruiz in den Ring steigen. Weitere Millionenbeträge würde winken. Der Gewinner dieses Kampfes wäre dann der Kandidat schlecht hin, um gegen den WBC-Champion Lennox Lewis anzutreten, sofern dieser dann noch Weltmeister ist.