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Mittwoch, 2004-09-08

100.000$ für Gold-Ward

US-Olympiasieger Andre Ward wird HBO-Profi im Mittelgewicht

Andre Ward gewann als einziger U.S.-Boxer eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Athen. Nun möchte er seinen Erfolg im Dezember, als HBO-Mittelgewichtsprofi vergolden. Schade für Ward: für eine wirklich große Kampfbörse kommt er vier Jahre zu spät.
Ward wird vom Rap-Musik Impressario James Prince betreut. Prince hat auch Floyd Mayweather Jr. und WBO-Champ Diego Corrales unter Vertrag. Ward ist Prince, nach seinem Olympiasieg "nur" noch 100.000 $ (Fox Sports) wert. 1996 bekam David Reid nach olympischen Gold, eine Million $ vom amerikanischen Präsidenten. Anschließend begann er sein Profidebüt beim Verband HBO. In Sydney 2000 gab es kein Gold für die USA. Aber der Olympia-Zweite Ricardo Williams kassierte 1.4 Millionen $ vom Promoter Lou DiBella.
Seit 2000 ist das finanzielle Klima im amerikanischen Profi-Boxsport unterkühlt. Der HBO veranstaltet weniger Kämpfe pro Jahr und große Gagen machen die wenigen Megastars unter sich aus.
"Das Boxgeschäft hat sich grundlegend gewandelt", so HBO-Chef Kerry Davis gegenüber NY Daily News. "Wir investieren bei weitem nicht mehr so viel in junge unbekannte Boxtalente wie noch vor vier Jahren. Ward ist ein guter Sportler, der seinen Wert in kommenden Begegnungen unter Beweiß stellen muss."
Ward ist in Amerika tatsächlich relativ unbekannt. Im Gegensatz zum Schwimmen und Turnen, war Ward’s Erfolg nicht bei der NBC zu sehen. Das Boxturnier wurde nur vom Kabel-Fernsehen übertragen und erreichte somit weniger Publikum.