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27.09.2016
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Brähmer im Interview

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Boxer
Jürgen Brähmer - Quickjump
Übersicht Jürgen Brähmer-Boxer

Allgemeine Angaben

Geburtsdatum:

5. Oktober 1978

Gewichtsklasse:

Halbschwergewicht

Nationalität:

Deutschland

Größe:

1,81 m

Auslage:

Rechtsausleger

Wohnort:

Schwerin

Geburtsort:

Stralsund

Ausbildung:

Schweißer

Hobbys:

mit der Familie entspannen

Profidebüt:

11. Dezember 1999

Trainer:

Conny Mittermeier

 

Profirekord

50 Kämpfe: 48 (35 K.o.´s) Siege, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen

Größter Erfolg als Profi: Gewinn der WBO-Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht, Gewinn der WBA-Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht

 

Amateurrekord

100 Kämpfe: 95 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen

Größter Erfolg als Amateur: Junioren-Weltmeister 1996

Jürgen Brähmer bringt nordische Frische ins Team Sauerland. Seit Ende August 2012 gehört er dem Boxstall aus Berlin an. Doch bereits vor seiner Unterschrift bei Sauerland Event hat der in Stralsund geborene und mit fünf Geschwistern aufgewachsene Mann schon viel in seiner Karriere erreicht.

Bereits im Alter von 13 Jahren fand er seinen Weg zum Boxsport und wurde aufgrund seines hervorstechenden Talents alsbald stark gefördert. Daher führt ihn sein Weg auch recht schnell ins Sportinternat Schwerin, wo er als junger und aufstrebender Boxer perfekt aufgehoben war. Dies schlug sich auch in seinem Amateurrekord nieder. Namen wie Ricky Hatton, Carl Froch, Felix Sturm und Lucian Bute sind nur einige große Namen, die er vor seinem Weg zu den Profis besiegen konnte.

Seinen größten Erfolg als Amateurboxer errang er 1996 im kubanischen Havanna, wo er sich zum Junioren-Weltmeister krönen konnte. Betreut wurde er dabei von Karsten Röwer, der ihn auch jetzt bei, Team Sauerland wieder zum Erfolg führen will. "Wir kennen uns schon sehr lange und sehr gut. Wir wollen versuchen, es mit harter Arbeit noch einmal ganz nach oben zu schaffen," so Brähmers alter und neuer Trainer.

Und ganz oben war der Rechtsausleger schon. Im März 2009 errang er seinen ersten großen Titel. Damals besiegte Brähmer im Kampf um die Europameisterschaft den Franzosen Rachid Kanfouah durch technischen K.o. in der fünften Runde. Nur wenige Monate danach feierte er im August des gleichen Jahres zunächst den Gewinn der WBO-Interims-WM gegen Aleksy Kuziemski. Mit einem Sieg über Dmitry Sukhofsky sicherte sich Brähmer ein Vierteljahr später den lang ersehnten Gewinn des vollwertigen WM-Titels. Der Halbschwergewichtler weiß also, wie der Weg nach oben aussieht. "Ich möchte noch einmal angreifen und wieder Weltmeister werden", sagt der Schweriner zuversichtlich.

Dem Gewinn der WBO-Weltmeisterschaft folgten zwei erfolgreiche Titelverteidigungen, bevor er diesen 2011 am "grünen Tisch" wieder verlor. Bevor er die erneute Chance bekam, um die WM zu boxen, musste sich der damals 34-Jährige diese erst einmal erkämpfen. Dabei stand ihm am 2. Februar 2013 in Berlin Eduard Gutknecht im Weg. "Ich freue mich, nach längerer Pause endlich wieder im Ring zu stehen und erstmals für mein neues Team zu boxen. Ich war bereits Welt- und Europameister. Mein Ziel ist es, mir diese Titel zurückzuholen. Am 2. Februar kann ich zeigen, was ich kann. Ich will zurück an die Spitze", bestätigte Brähmer vor dem Aufeinandertreffen um die Europameisterschaft und unterstrich dies daraufhin mit einem einstimmigen Punktsieg über seinen Teamkollegen. "Das war ein echt harter Fight gegen Eddy. Im Prinzip konnte ich schon viele meiner alten Stärken ausspielen, die Konzentration aber nicht über den gesamten Kampfverlauf aufrecht halten."

Bereits am 27. April 2013 stieg Brähmer dann erneut in den Ring. In der Sporthalle Hamburg zeigte er nochmals eine klare Leistungssteigerung gegenüber seinem Kampf im Februar. Gegen den Franzosen Tony Averlant konnte er die Europameisterschaft durch einen Niederschlag in Runde zwei verteidigen. Sein Gegner war nach einer linken Schlaghand zum rechten Rippenbogen zu Boden gegangen und vom Ringrichter aus dem Kampf genommen worden. "Jürgen hat heute 80 Prozent seiner Leistungsfähigkeit im Ring gezeigt. Ich weiß, dass er es noch besser kann und daran werden wir auch weiterhin im Training arbeiten", so Brähmers Coach Karsten Röwer hinterher. Und sein Schützling ergänzte: "Wenn ich meine Top-Form erreiche, bin ich nur schwer zu schlagen!"

Das bestätigte Brähmer Ende 2013 in Neubrandenburg. Vor ausverkauftem Haus holte er sich gegen Marcus Oliveira die vakante Weltmeisterschaft des Verbandes WBA. Es folgten seither vier erfolgreiche Titelverteidigungen, von denen der Rechtsausleger drei vorzeitig entscheiden konnte. Historischen Wert hat dabei Brähmers Erstrunden-K.o. gegen Pawel Glazewski - es war der schnellste K.o., der je einem deutschen Weltmeister gelungen ist.

In seinen beiden Kämpfen in 2015 verteidigte Brähmer seinen Titel jeweils in einem deutschen Duell. Gegen den Münchener Robin Krasniqi begeisterte der Champion vor einem ausverkauften Haus in Rostock und siegte durch Abbruch in der Pause nach der neunten Runde. Etwas schneller war Brähmer dann in Dresden, wo Herausforderer Konni Konrad aus Köln zur siebten Runde hin aufgab.

Nach einer überstandenen Verletzung der Schlaghand, die eine weitere Titelverteidigung noch in 2015 verhinderte, will Brähmer Anfang 2016 wieder beweisen, dass er noch immer zu den besten Halbschwergewichtlern der Welt zählt.