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Boxer
Jack Culcay - Quickjump
Übersicht Jack Culcay-Boxer

Allgemeine Angaben

Geburtsdatum:

26. September 1985

Gewichtsklasse:

Halb-Mittelgewicht

Nationalität:

Deutsch

Alias:

Golden Jack

Größe:

1,72 m

Auslage:

Normalausleger

Wohnort:

Darmstadt

Geburtsort:

Ambato (Equador)

Ausbildung:

Realschulabschluss

Hobbys:

Fußball

Profidebüt:

19. Dezember 2009

Trainer:

Ulli Wegner

Profirekord

23 Kämpfe: 22 (11 K.o.´s) Siege, 1 Niederlage

Größter Erfolg als Profi: WBA-Weltmeisterschaft im Halb-Mittelgewicht, Europameisterschaft im Halb-Mittelgewicht

 

Amateurrekord

folgt

Größte Erfolge als Amateur:

Deutscher Meister 2007 und 2008, Vize-Europameister 2008, Chemie-Pokal-Sieg 2008 und 2009, Amateur-Weltmeister 2009

Er wird "Golden Jack" genannt. Und dieser Name ist bei Jack Culcay Programm. Der Halb-Mittelgewichtler, der mit zwölf Jahren mit dem Boxen begann, verdiente sich seinen Kampfnamen spätestens im Jahr 2009. Denn da wurde er in Mailand als erster Deutscher seit 14 Jahren Amateur-Weltmeister.

Den Weg zum Boxen fand Culcay durch seine Familie. Vater Roberto war selbst Boxer und ist dem Sport noch heute treu. Auch Bruder Michael boxt. Bis zu seinem zwölften Lebensjahr spielte Jack Culcay allerdings noch, wie die meisten seiner Alterskollegen, Fußball. Doch als der Vater ihn eines Tages mit ins Box-Gym der TG Darmstadt nahm, war es dann um ihn geschehen. "Von Anfang an hat es mir Spaß gemacht. Ich habe gleich mein erstes Turnier gewonnen", erinnert sich Culcay heute an das Jahr 1997.

Als Jugendlicher und bei den Junioren waren die Ergebnisse allerdings noch mittelmäßig. Erst mit dem Wechsel zu den Senioren im Jahr 2004 platzte bei ihm der Knoten. Der Grund dafür war banal, er zog einfach das Trainingspensum an. Culcay: "Ich habe mehr trainiert und hatte richtige Gegner. Dadurch entwickelte ich mich sehr schnell."

In den folgenden Jahren konnte Culcay seine positive Bilanz immer weiter ausbauen. 2007 belegte er den zweiten Platz beim traditionsreichen Chemie-Pokal in Halle an der Saale. In den Jahren 2008 und 2009 war er sogar in der Lage, das Turnier zu gewinnen. Zudem fuhr er 2007 und 2008 den Titel des Deutschen Meisters bei den Amateuren ein. Bei der EM im Jahr 2008 wurde er Zweiter.

Sein bisher größter sportlicher Triumph folgte allerdings im Jahr 2009. Durch seinen Final-Sieg im italienischen Mailand gegen den Russen Andrej Samkovoj kam mit Jack Culcay nach 14 Jahren endlich wieder ein Weltmeister aus Deutschland.

Noch im gleichen Jahr gab "Golden Jack" dann seinen Wechsel zu den Profis bekannt. In Schwerin gewann er am 19. Dezember 2009 gegen Jindrich Kubin beim ersten Einsatz als Berufsboxer einstimmig nach Punkten. Im Jahr 2012 folgte schließlich der Wechsel zum Team Sauerland. Darüber sind Culcay und sein Promoter äußerst glücklich.

Kalle Sauerland: "Mit Jack haben wir eines der größten deutschen Box-Talente gewinnen können. Wir freuen uns auf viele packende Fights."

Nach seinen ersten Kämpfen für Sauerland Event erhielt Culcay am 25. August 2012 die Chance seinen ersten Titel im Profigeschäft zu erringen. Diese nutzte er eindrucksvoll und holte sich durch einen technischen K.o. in Runde drei über den Franzosen Frederic Serre den WBA Intercontinental Titel.

Doch schon ein Jahr später folgte die erste Profiniederlage gegen Guido Nicolas Pitto, für die er sich jedoch nur einige Monate später revanchierte. Einige weitere Siege katapulierten Culcay in die Position, um die vakante Interims-Weltmeisterschaft des Verbandes WBA zu erringen. Kurz bevor es zu dieser Chance kam, wechselte Culcay Anfang 2015 zu Trainerlegende Ulli Wegner. Der Meistercoach formte "Golden" Jack nach seinen Vorstellungen und machte ihn am 9. Mai in Frankfurt gegen Maurice Weber zu seinem siebten Weltmeister. Den Titel verteidigte Culcay erstmals Anfang Dezember 2015 mit einem klaren Punktsieg über den bis dahin ungeschlagenen Iren Dennis Hogan in Hamburg. Im April 2016 folgte dann die nächste Titelverteidigung, die "Golden Jack" durch einen Abbruchsieg gegen den Venezuelaner Jean Carlos Prada erfolgreich güt sich entschied.

Der Weg des Jack Culcay führt also weiter steil nach oben.