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Boxer
Marco Huck - Quickjump
Übersicht Marco Huck-Boxer

Allgemeine Angaben

Geburtsdatum:

11. November 1984

Nationalität:

Deutschland

Alias

Käpt´n Huck

Größe:

1,88 m

Auslage:

Normalausleger

Wohnort:

Berlin

Geburtsort:

Sandzak

Ausbildung:

Hauptschule

Hobbys:

Fußball spielen, Freunde treffen

Profidebüt:

07. November 2004

Trainer:

Ulli Wegner

Profirekord

41 Kämpfe: 38 (KO 26) Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen

Größter Erfolg als Profi: Gewinn der WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

 

Amateurrekord

15 Kämpfe: 15 Siege, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen

Auch wenn er aufgrund seines Alters noch eher am Anfang einer großen Zeit als Profiboxer steht, der Erfolg für Marco Huck scheint weiter vorprogrammiert. Das liegt insbesondere an seiner professionellen Einstellung. "Ich bin ein Kämpfer. Nur der Sieg zählt für mich. Deshalb setze ich immer alles daran, mich konzentriert vorzubereiten und meine sportliche Bestleistung zu bringen", erklärte der damals 25-Jährige seinen Standpunkt.

Dass er in der Lage ist, sportliche Höchstleistungen zu erbringen, zeigte der Cruisergewichtler bereits sehr früh. "Im Alter von acht Jahren bin ich mit meinen Eltern nach Deutschland gekommen. Ich wuchs danach in Bielefeld auf und fand zunächst Spaß am Kickboxen", blickt Huck zurück. Gekrönt wurde das Engagement in dieser Sportart durch den Gewinn der Weltmeisterschaft im Vollkontakt.

Marco Huck war im Oktober 2003 in Frankreich damit nicht nur der erste Titelgewinner des deutschen Teams im Herrenbereich seit zehn Jahren - mit seinem sensationellen Punktsieg im Finale von Paris wurde der damals 18-jährige Kickboxer auch zum jüngsten Vollkontakt-Weltmeister eines deutschen Teams aller Zeiten.

Es folgte der Wechsel zum Boxsport. "Für den BC Vorwärts Bielefeld habe ich 15 Kämpfe bestritten, die ich alle gewann. Darum wurde man wahrscheinlich auch im Profibereich umgehend auf mich aufmerksam", schaut er heute zurück. "Danach ging eigentlich alles sehr schnell. Ich absolvierte beim Sauerland-Team ein Probetraining und habe wohl überzeugt. Denn es folgte das Angebot für einen Profivertrag."

Seinen Einstand als Berufsboxer feierte Marco Huck am 7. November 2004 in Nürnberg. Dabei verwies er den Tschechen Pavel Cirok schnell in seine Schranken und siegte durch technischen K.o. in der ersten Runde. Es folgten fast durchweg weitere Erfolge: Im Dezember 2006 gewann Huck die EU- und im Mai 2008 die IBF-Intercontinental Meisterschaft. Im September 2008 eroberte er zudem den EM-Gürtel.

Die bisher einzige Niederlage seiner Profilaufbahn kassierte Huck am 29. Dezember 2007 in Bielefeld. Im Kampf um die IBF-Weltmeisterschaft unterlag er dem amerikanischen Titelverteidiger Steve Cunningham. "Das war natürlich eine riesige Enttäuschung. Das Publikum hat mich so großartig unterstützt, doch ich habe an dem Tag einfach nicht meine Form abrufen können", so der Cruisergewichtler.

Ansonsten lief die Laufbahn als Berufsboxer planmäßig. "Seitdem ich bei den Profis trainiere, hat sich eine Menge in meinem Leben verändert. Ich merke, wie sich meine Technik durch das kontinuierliche Training ständig weiter entwickelt. Außerdem habe ich den Eindruck, dass ich Lücken in der Deckung des Gegners inzwischen viel besser erkenne", sagt Huck.

Die bisherige Krönung seiner Laufbahn folgte am 29. August 2009. Im Gerry Weber Stadion in Halle (Westfalen) bezwang er mit einer taktischen Meisterleistung den vorherigen Titelträger Victor Emilio Ramirez einstimmig nach Punkten und wurde WBO-Weltmeister. "Das hat er großartig gemacht. Wie diszipliniert Marco an diesem Abend geboxt hat - das hätten ihm wohl nur die wenigsten Experten zugetraut", lobte ihn Trainer Ulli Wegner hinterher. Seither verteidigte der "Käpt´n" den Titel der WBO neun Mal.

Dennoch hat Huck weitere Ziele im Visier. "Ich kann zwar noch eine ganze Menge lernen. Aber ich kenne im Ring keine Angst. Darum will ich gegen die ganz Großen meiner Gewichtsklasse antreten und gegen die anderen Weltmeister ran", so der Cruisergewichtler.

Und der WBO-Champion will noch höher hinaus. Das Schwergewicht hat es ihm angetan. Am 25. Februar erhielt er dann seine große Chance. Huck boxte in Stuttgart gegen WBA-Weltmeister Alexander Povetkin um die WM in der Königsklasse des Boxsports und verlor nur hauchdünn nach Punkten. Danach ist er nun zunächst wieder ins Cruisergewicht zurückgekehrt. Doch der Traum, auch im Schwergewicht Weltmeister zu werden, lebt weiter

Huck ist ein Kämpfer, in dem unglaublich viel Energie steckt. "Ich bin jemand, der gefordert werden will. Die großen Anstrengungen, die ein Boxer im Training und im Kampf bewältigen muss, kommen meinem Temperament sehr entgegen. Wenn es in meiner Freizeit mal ein bisschen ruhiger zugeht, dann merke ich regelrecht, dass ich den Drang habe, mich zu bewegen."

Das schlägt sich auch in seinem Kampfstil nieder. "Ich bin keiner, der sich gerne auf ein Urteil der Punktrichter verlässt", sagt er. Gerade dies ist wohl auch einer der Gründe, warum er das Boxpublikum so mitreißt. "Der Lohn kommt dann nach dem Kampf. Wenn der Ringrichter unter dem Jubel der Zuschauer deinen Arm hebt und dich dadurch zum Sieger erklärt, dann ist das einfach ein unbeschreibliches Glücksgefühl", beschreibt Marco Huck die Faszination des Boxsports für ihn.

1.) 07.11.2004 in Nürnberg: T.K.o.–Sieg (1. Runde) gegen Pavel Cirok (Tschechien)

2.) 20.11.2004 in Kempten: T.K.o.–Sieg (1. Runde) gegen Pavel Zima (Tschechien)

3.) 04.12.2004 in Berlin: T.K.o.-Sieg (1. Runde) gegen Wlodek Kopec (Polen)

4.) 18.12.2004 in Bayreuth: T.K.o.-Sieg (4. Runde) gegen Tomas Mrazek (Tschechien)

5.) 15.01.2004 in Berlin: T.K.o.-Sieg (4. Runde) gegen Ervin Slonka (Tschechien)

6.) 12.03.2005 in Zwickau: T.K.o.-Sieg (4. Runde) gegen Aleksandre Borhovs (Lettland)

7.) 23.04.2005 in Dortmund: T.K.o.-Sieg (4. Runde) gegen Mohamed Ali (Deutschland)

8.) 21.05.2005 in Zdzieszowice, Polen: K.o.-Sieg (1. Runde) gegen Stefan Kusnier (Slowakei)

9.) 11.06. 2005 in Kempten: T.K.o.-Sieg (2. Runde) gegen Tipton Walker (USA)

10.) 02.07.2005 in Hattersheim: T.K.o.-Sieg (2. Runde) gegen Leri Okhanashvili (Georgien)

11.) 03.09.2005 in Berlin: Punktsieg (10 Runden) gegen Rüdiger May (Deutschland)

12.) 17.12.2005 in Berlin: Punktsieg (8 Runden) über Michael Simms (USA)

13.) 28.01.2006 in Berlin: K.o.-Sieg (7. Runde) gegen Claudio Rasco (Rumänien)

14.) 04.03.2006 in Oldenburg: Sieg (6. Runde) gegen Lee Swaby (GB)

15.) 03.06.2006 in Hannover: Punktsieg (10 Runden) über Nuri Seferi (Schweiz)

16.) 23.09.2006 in Wetzlar: K.o.-Sieg (8. Runde) gegen Rachid El Hadak (Frankreich)

17.) 16.12.2006 in Kempten: T.K.o.-Sieg (2. Runde) gegen Pietro Aurino (Italien)

EU-Meisterschaft im Cruisergewicht

18.) 20.01.2007 in Basel: Punktsieg (12 Runden) gegen Ismail Abdoul (Belgien)

EU-Meisterschaft im Cruisergewicht

19.) 26.05.2007 in Bamberg: Punktsieg (12 Runden) gegen Vadim Tokarev (Russland)

20.) 29.12.2007 in Bielefeld: T.K.o.-Niederlage (12. Runde) gegen Steve Cunningham (USA)

IBF-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

21.) 12.04.2008 in Neubrandenburg: T.K.o.-Sieg (5. Runde) gegen Leon Nzama (Kongo)

22.) 17.05.2008 in Bayreuth: T.K.o.-Sieg (9. Runde) gegen Frantisek Kasanic (Slowakei)

IBF-Intercontinental Meisterschaft im Cruisergewicht

23.) 20.09.2008 in Bielefeld: T.K.o.-Sieg (12. Runde) gegen Jean Marc Monrose (Frankreich)

Europameisterschaft im Cruisergewicht

24.) 25.10.2008 in Oldenburg: T.K.o.-Sieg (2. Runde) gegen Fabio Tuiach (Italien)

Europameisterschaft im Cruisergewicht

25.) 24.01.2009 in Riesa: T.K.o.-Sieg (3. Runde) gegen Geoffrey Battelo (Belgien)

Europameisterschaft im Cruisergewicht

26.) 09.05.2009 in Bamberg: T.K.o.-Sieg (5. Runden) gegen Vitaliy Rusal (Ukraine)

Europameisterschaft im Cruisergewicht

27.) 29.08.2009 in Halle (Westfalen): Punktsieg (12 Runden) gegen Victor Emilio Ramirez (Argentinien)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

28.) 05.12.2009 in Ludwigsburg: Punktsieg (12 Runden) gegen Ola Afolabi (Großbritannien)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

29.) 13.03.2010 in Berlin: Ko.-Sieg (3. Runde) gegen Adam Richards (USA)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

30.) 01.05.2010 in Oldenburg: T.K.o.-Sieg (9. Runde) gegen Brian Minto (USA)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

31.) 21.08.2010 in Erfurt: T.K.o.-Sieg (5. Runde) gegen Matt Godfrey (USA)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

32.) 18.12.2010 in Berlin: Sieg (12 Runden) gegen Denis Lebedev (Russland)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

33.) 02.04.2011 in Halle/Westfalen: Punktsieg (12 Runden) über Ran Nakash (Israel)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

34.) 16.07.2011 in München: K.o.-Sieg (10. Runde) gegen Hugo Hernan Garay (Argentinien)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

35.) 22.10.2011 in Ludwigsburg: K.o.-Sieg (6. Runde) gegen Rogelio Rossi (Argentinien)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

36.) 25.02.2012 in Stuttgart: Punktniederlage (12 Runden) gegen Alexander Povetkin (Russland)

WBA-Weltmeisterschaft im Schwergewicht

37.) 05.05.2012 in Erfurt: Unentschieden (12 Runden) gegen Ola Afolabi (Großbritannien)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

38.) 03.11.2012 in Halle/Westfalen: Punktsieg (einstimmig) (12 Runden) gegen Firat Arslan (Deutschland)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

39.) 08.06.2013 in Berlin: Punktsieg (mehrheitlich) gegen Ola Afolabi (Großbritannien)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

40.) 25.01.2014 in Stuttgart: Technischer K.o.-Sieg (6. Runde) gegen Firat Arslan (Deutschland)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

41.) 30.08.2014 in Halle/Westfalen: Punktsieg (einstimmig) (12 Runden) gegen Mirko Larghetti (Italien)

WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

 

Bilanz: 41 Kämpfe; 38 (26 K.o.'s) Siege, 1 Unentschieden,  2 Niederlagen