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03.02.2012
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Hernandez und Cunningham im Limit

Hernandez vs. Cunningham II

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Boxer
Enad Licina - Quickjump
Übersicht Enad Licina-Boxer

Allgemeine Angaben

Geburtsdatum:

14. November 1979

Nationalität:

Serbien

Alias:

-

Größe:

1,83

Auslage:

Normalausleger

Wohnort:

Frankfurt am Main

Geburtsort:

Novi Pazar (Serbien)

Hobbys:

Fußball spielen, Natur, Pferde, Wandern

Profidebüt:

2. April 2005

Trainer:

Karsten Röwer

 

Profirekord

24 Kämpfe: 21 (KO 11) Siege, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen

Größter Erfolg: Gewinn der IBF-Intercontinental Meisterschaft im Cruisergewicht 2008

Amatuerrekord

120 Kämpfe: 115 Siege

Vom "Straßenjungen" zum Weltmeister? Die Geschichte von Enad Licina könnte genauso lauten. Er wurde am 14. November 1979 im heutigen Serbien geboren. Seine Eltern trennten sich früh. Die Mutter war schwer krank, so dass Licina bei seiner Oma aufwuchs. "Ich war früher ein schwieriges Kind, hatte daher wenig Kontakt zu meinen Eltern", erzählt er. Der heutige Boxprofi brach die Schule bereits in der sechsten Klasse ab und absolvierte bis heute keine Ausbildung. Als er 13 war, starb seine Oma und er lebte allein in ihrer Wohnung weiter. Er war oft bis spät in die Nacht draußen und hielt sich mit seinen Kumpels in einem nahe gelegenen Park auf. Dort wurde viel geboxt, die Sportart faszinierte ihn. Mit 14 Jahren fing Licina ebenfalls mit dem Boxen im Park an. Mit 15 zog es ihn in einen Verein. Später boxte er sogar in der montenegrinischen Nationalmannschaft. Schon damals war sein Talent riesig.

Als dann der Kosovo-Krieg ausbrach - Licina war 19 - floh er allein nach Deutschland. Hier lebte er zunächst quasi ohne festen Wohnsitz. "Mein Leben war mir nicht viel wert, so ziemlich alles war mir egal. Ich war damals in der Unterschicht gelandet. Ich konnte schlecht Fuß fassen in Deutschland, auch weil ich kaum zur Schule gegangen war", erinnert er sich. Das Boxen brachte ihn zurück auf den richtigen Weg und runter von der Straße. Es war jedoch nicht leicht. "Es gab Zeiten, in denen ich sehr undiszipliniert und unzuverlässig war. Ich war es nicht gewohnt, mich auf jemanden zu verlassen und genauso hatte ich nie Pflichten. Es war neu für mich, dass sich jemand auf mich verlässt und mir vertraut. Doch ich habe daran gearbeitet und besonders das Boxen hat mir geholfen, meinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Ich bin sehr froh darüber, dass man mir diese Chance gegeben hat."

Bei den Profis kämpfte er zunächst für den Hamburger Box-Stall Spotlight Boxing. Später wurde er vom Sauerland-Team als Sparringpartner für Arthur Abraham und Henry Maske - der "Gentleman" stieg im März 2007 in München für einen einmaligen Comebackfight gegen Virgil Hill in den Ring - engagiert. Vor allem Maske-Coach Manfred Wolke war so begeistert, dass Licina danach einen Vertrag beim Sauerland-Team unterschrieb und zunächst in Frankfurt (Oder) trainierte.

Motivation bescherten ihm aber nicht nur die neuen Perspektiven. Auch privat gab es Grund zur Freude. "Ich habe einen Sohn, auf den ich sehr stolz bin. Wenn ich sehe, wie er sich entwickelt, dann bereitet mir das große Freude", sagt Licina.

Nach zwölf Siegen in Folge und dem Gewinn der IBF-Intercontinental Meisterschaft hagelte es am 14. Oktober 2009 im Stallduell gegen Yoan Pablo Hernandez die zweite Niederlage seiner Profilaufbahn. Zunächst sah es so aus, als wenn Licina seine Karriere beenden würde. Doch nur wenig später holte man ihn ins Sauerland-Team zurück. Hier wird Licina inzwischen im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Karsten Röwer trainiert. Der Cruisergewichtler freut sich über diese Entwicklung und vor allem über seinen neuen Coach. "Manfred Wolke war ein großartiger Trainer, ich habe viel Respekt vor ihm. Doch der Wechsel zu Karsten Röwer tat mir gut."

Im Jahr 2010 stand Licina auch außerhalb des Boxrings im Rampenlicht. Er spielte im Kinofilm "Max Schmeling" die Rolle des Jack Sharkey, der bei der Weltmeisterschaft am 12. Juni 1930 nach einem regelwidrigen Tiefschlag disqualifiziert wurde und somit Schmeling zum Titelgewinn verhalf. "Ich kann mich vom Boxstil her gut mit Jack Sharkey identifizieren, da er auch ein wilder Kämpfer war. Er war sehr ehrgeizig, hatte damals den gleichen Drang, unbedingt zu gewinnen - wie ich heute", so Licina ehrgeizig.

Das Ziel des Cruisergewichtlers ist der WM-Titel. Um den Karriereweg vom "Straßenjungen" zum Weltmeister wirklich zu gehen, fehlt Licina der WM-Gürtel allerdings noch. Doch zunächst einmal will er sich den EM-Titel sichern.

1.) 02.04.2005 in Brandenburg: Punktsieg (4 Runden) über Radek Seman (Tschechische Republik)

2.) 04.06.2005 in Aschersleben: Technischer K.o.-Sieg (2. Runde) gegen Dzianis Salomka (Belarus)

3.) 28.06.2005 in Cuxhaven: Technischer K.o.-Sieg (2. Runde) gegen Matteo Sciacca (Deutschland)

4.) 20.09.2005 in Prag, Tschechische Republik: Punktniederlage (6 Runden) gegen Aleksy Kuziemski (Polen)

5.) 19.02.2006 in Berlin: Technischer K.o.-Sieg (1. Runde) gegen Bruce Oezbek (Türkei)

6.) 11.03.2006 in Greifswald: Technischer K.o.-Sieg (4. Runde) gegen Mayala Mbungi (Kongo)

7.) 14.04.2007 in Stuttgart: Punktsieg (6 Runden) über Siarhei Karanevich (Belarus)

8.) 09.06.2007 in Eisenhüttenstadt: Technischer K.o.-Sieg (1. Runde) gegen Teo Begovic (Kroatien)

9.) 23.06.2007 in Zwickau: Technischer K.o.-Sieg (4. Runde) gegen Lukasz Rusiewicz (Polen)

10.) 29.09.2007 in Oldenburg: Punktsieg (8 Runden) über Ismail Abdoul (Belgien)

11.) 05.10.2007 in Berlin: K.o.-Sieg (2. Runde) gegen Tomislav Juric Grgic (Kroatien)

12.) 08.12.2007 in Basel, Schweiz: Punktsieg (8 Runden) über Rob Norton (USA)

13.) 26.01.2008 in Berlin: Punktsieg (8 Runden) über Lubos Suda (Tschechische Republik)

14.) 29.03.2008 in Kiel: Punktsieg (8 Runden) über Kendrick Releford (USA)

15.) 17.05.2008 in Bayreuth: K.o.-Sieg (3. Runde) gegen DeLeon Tinsley (USA)

16.) 08.11.2008 in Bamberg: Technischer K.o.-Sieg (3. Runde) gegen Otis Griffin (USA)

IBF-Intercontinental Meisterschaft im Cruisergewicht

17.) 24.01.2009 in Riesa: Technischer K.o.-Sieg (8. Runde) gegen Jose Luis Herrera (Kolumbien)

IBF-Intercontinental Meisterschaft im Cruisergewicht

18.) 27.06.2009 in Berlin: Punktsieg (12 Runden) über Ignacio Esparza (Mexiko)

IBF-Intercontinental Meisterschaft im Cruiserweight

19.) 17.10.2009 in Berlin: Punktniederlage (12 Runden) gegen Yoan Pablo Hernandez (Kuba)

IBF-Intercontinental Meisterschaft im Cruisergewicht

20.) 21.08.2010 in Erfurt: Punktsieg (8 Runden) über Ismail Abdoul (Belgien)

21.) 13.11.2010 in Manchester, England: Punktsieg (12 Runden) über Felix Cora Jr. (USA)

22.) 12.02.2011 in Mülheim/Ruhr: Punktniederlage (12 Runden) gegen Steve Cunningham (USA)

IBF-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht

23.) 07.05.2011 in Neubrandenburg: K.o.-Sieg (1. Runde) gegen Michele De Meo (Italien)

24.) 22.10.2011 in Ludwigsburg: Punktsieg (8 Runden) gegen Hari Miles (Großbritannien)

 

Bilanz: 24 Kämpfe, 21 (11 K.o.'s) Siege, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen